Ginseng-Arten
Welche Arten gibt es?
Die Inhaltsstoffe und die Wirkung sind unterschiedlich
Weißer Panax Ginseng C.A. Meyer Radix et Rhizoma (auch bekannt als Echter Ginseng oder Koreanischer Ginseng). Die Abkürzung „C.A. Meyer“ bezieht sich auf den russischen Botaniker Carl Anton von Meyer, der die Pflanze im 19. Jahrhundert wissenschaftlich klassifizierte.
Panax Ginseng rot (Hongshen) Radix et Rhizoma Rubra
Schwarzer Ginseng
Amerikanischer Ginseng (Xiyangshen) Panacis Quinquefolli Radix
Noto Ginseng (Sanqi) Notoginseng Radix et Rhizoma
Sibirischer Ginseng (Ciwuija) Taiga Wurzel, Acanthopanacis Stictic, Radix et Rhizoma seu Caulis
Weißer Panax Ginseng C.A. Meyer
Der weiße Ginseng wird über eine längere Zeit in der Luft getrocknet, bis nahezu keine Feuchtigkeit mehr vorhanden ist. Dabei bleiben die feinen Wurzelhärchen erhalten in den die sich die meisten und wichtigsten Ginsenoside befinden. Es sind zwar wenigere Ginsenoside wie beim Roten vorhanden aber die dafür stärker.
Nach vier Jahren wird die Wurzel umgebettet, damit sie mit neuen Nährstoffen versorgt wird.
Aromaspezifisch ist der Geschmack leicht bitter, süß, es ist ein weißgelbliches Pulver und schmeckt herber als roter Ginseng
Ginseng rot, die frische Wurzel wird einem Verdampfungsprozess ausgesetzt, hier karamellisiert sich der Zuckergehalt, ändert die Eigenschaft und wird danach in Zyklen getrocknet.
Ginseng schwarz, wie oben mit roter Wurzel, jedoch wird der Verdampfungsprozess mehrfach wiederholt
Amerikanischer Ginseng
Der Panax Quinquefolius wurde im 18. Jahrhundert von „Sang Jägern“ gesammelt, sein Ursprung ist das östliche Kanada und die nordöstlichen USA und an Händlern in Hong Kong und China verkauft. Amerikanischer Ginseng kommt in Laubwäldern unter Harthölzern in voller Schattenumgebung vor. Er wird in derselben Region wie der Panax Ginseng angebaut.
Unsere luftgetrocknete Wurzel ist vierjährig und wird zu Pulver gemahlen.
Beim roten Ginseng werden heute an die 28 Ginsenosiden verglichen, beim Weißen an die zwölf. Der Amerikanische hat ähnlich viele, das Ginsenosiden Rf fehlt. Es werden weltweit Labor Analysen, Studien an Menschen und Tier durchgeführt. Die Geheimnisse der wunderbaren Wirkungen sind bis heute noch nicht alle erforscht.
Noto Ginseng (San Qi)
San Qi bedeutet in etwa „Berglack“. In der Literatur wird San Qi Ginseng wertvoller als Gold beschrieben, da er sich während vieler Jahrhunderte kriegerischer Auseinandersetzungen als wirksames Mittel gegen im Kampf erworbener Wunden erwies.
Ein chinesisches Märchen weiß von einer Schlange zu berichten die von einem Bauern mit einem Stock erschlagen wurde. Am nächsten Tag jedoch kroch sie wieder munter über den Hof. Er erschlug sie abermals, um am nächsten Tag wiederum auf die genesene Schlange zu stoßen. Neugierig geworden beobachtet der Bauer die Schlange und bemerkte, dass sie sich durch den Genuss von San Qi regenerierte.
Er wurde erstmals von Li Shi Zhen in seinem Kräuterverzeichnis aus dem 16. Jahrhundert erwähnt. Die Pseudo Ginseng Wurzel wird vorwiegend in den Provinzen Guangdong und Yunnan, aber auch in vielen anderen Provinzen Chinas kultiviert.
Nach frühestens 3 Jahren wird der Noto Ginseng geerntet, Je nach Erntezeit wird er dann Frühlings- oder Winterginseng genannt, wobei der Winterginseng der effektivere ist. Die Wurzeln der Pflanze werden gereinigt, getrocknet und anschließend kühl und trocken gelagert.
Der Noto Ginseng ist ein traditionelles chinesisches Medium und wird in der Medizin in vielen Bereichen verwendet.
Geschmack: süß, leicht bitter
Sibirischer Ginseng, Taiga Wurzel
In China wird die Wurzelrinde des sibirischen Ginsengs, bereits seit mehr als 2000 Jahren als Arzneimittel verwendet. Der Westen wurde in den 1950 Jahren auf den sibirischen Ginseng aufmerksam, als er von vielen sowjetischen Sportlern zur Leistungssteigerung und zur Verbesserung der Ausdauer benutzt wurde. Während man in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ausschließlich die Wurzelrinde verwendet, nutzt man im Westen die gesamte Wurzel als Mittel zur Stärkung und zur Stressbekämpfung.
Die borstige Taiga Wurzel, auch sibirischer Ginseng genannt, ist in Sibirien, im Amur Gebiet, auf der Insel Sachalin, in Japan (auf der Insel Hokkaido), Nordkorea, im nordöstlichen China (in den Provinzen: Hebei, Shanxi, sowie in der Mandschurei, das sind die Provinzen Heilongjiang, Jilin und Liaoning) beheimatet.
Geschmack: scharf, bitter
VERBREITUNG & HERKUNFT | BESTANDTEILE | ANWENDUNG | DARREICHUNGSFORM | QUALITÄT & HERKUNFT

